Ein weiterer Klassiker unter den Frisuren ist die Dauerwelle. Dauerwellen gibt es schon seit 1906. Der deutsche Frisör Karl Nessler hat sie erfunden und 1910 patentieren lassen. Heutzutage werden die Haare auf spezielle Spulen gewickelt und danach mit einer besonderen Chemikalie behandelt. Dabei wird die Struktur des Haares erst aufgebrochen indem eine chemische Reaktion zwischen Haarkeratin und der Dauerwellenlösung statt findet. Haarkeratin entsteht. Diese sind für die Festigkeit der Haare ausschlaggebend. Nach dem die Struktur aufgebrochen wurde, kann sie nun durch Lockenwickler wieder in eine neue Form gebracht werden. Nun folgt eine weitere chemische Behandlung um die Festigkeit des Haarkeratins wieder herzustellen. Wasserstoffperoxid wird auf die Lockenwickler aufgebracht. Dieses führt durch Oxidation zur Bildung von Disulfid. Somit werden die Haare wieder gefestigt und behalten ihre Form.

Man sollte sich vorher bewusst sein, dass dieser Vorgang nicht umkehrbar ist und man mit dem Ergebnis leben muss. Nach ein paar Wochen hängen sich Dauerwellen wieder aus, aber die neue Struktur bleibt so lange erhalten, bis die Haare erneut behandelt werden oder abgeschnitten werden.

Leider hat in Deutschland nur etwa jede 5. Frau Naturlocken. Viele Frauen hätten aber gerne auch schöne Locken oder lockiges Haar und lassen sich bei ihrem Friseur eine Dauerwelle machen.

Doch auch Damen mit Locken wünschen sich oft glattes Haar. Dies erreicht man mit der so genannten „Gegenwelle“. Hier werden Naturlocken in glattes Haar verwandelt.

Nach einer Dauerwellenbehandlung ist das Haar sehr belastet. Man sollte es in der folgenden Zeit ausschließlich mit guten Pflegeprodukten behandeln, um lange Freude an der neuen Frisur zu haben.